Versicherungen im Wandel

Änderungen in der Versicherungsbranche

In den nächsten Zeilen könnt ihr lesen, warum wir uns entschlossen haben online zu gehen und wie sich die Versicherungsbranche in den nächsten Jahren verändern wird.

Egal ob Frankfurt, London oder das Silicon Valley. Startups boomen. Visionäre aus allen Ecken unserer Welt versuchen bestehende Branchen neu zu denken. Disruptive Innovation heißt das Stichwort. Welche zerstörerischen Kräfte das freisetzen kann, sieht man an den Beispielen von Nokia und Kodak, welche von weltbekannten „Garagengründern“ wie Steve Jobs durch Firmen wie Apple abgelöst wurden. Durch radikale Veränderungen bestehender Geschäftsmodelle heben solche anfänglich kleinen Startups Riesenkonzerne mit tausenden von Mitarbeitern aus den Angeln. Der Kult um die Gründer ist enorm. Sie werden gefeiert wie Superstars. Egal ob Jeff Bezos (Amazon), Elon Musk (PayPal, Tesla, Space X), Mark Zuckerberg (Facebook) oder Larry Page und Sergey Brin (Google). Viele wollen so sein wie sie.

Startups sind auch im Finanzdienstleistungsbereich angekommen.
Banken müssen sich schon länger mit der Erscheinung sogenannter FinTechs auseinandersetzen.
Versicherungsgesellschaften bekommen es mit InsurTechs zu tun.

Der Hype hat auch seine Berechtigung. Durch die Digitalisierung unserer Welt entstehen neue Bedürfnisse welche von großen Versicherungskonzernen aktuell noch nicht ausreichend gedeckt werden. InsurTechs bieten die Möglichkeit, per Touch die eigenen Versicherungsverträge am iPhone zu verwalten. Man ist in der Lage Preise zu vergleichen und kann bei Bedarf den Anbieter wechseln. Es ist der Komfort, den man auch bei Amazon oder Netflix genießt. Nicht in die Buchhandlung oder Videothek gehen zu müssen ist eben einfacher. Und Einfachheit genießt einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft.

Wie gehen jetzt die etablierten Versicherungsdinosaurier mit dieser Entwicklung um? Werden schlanke und dynamische Startups innerhalb von wenigen Jahren die Branche kippen?

Sicher ist, dass gerade Versicherungsgesellschaften sich wie tonnenschwere Ozeandampfer durch die Finanzindustrie bewegen. Sie können keine schnellen Wendungen hinlegen.

 

Die Geschäftsmodelle wurden in den letzten Jahrzehnten kaum verändert, da sie sowieso schon immer funktionierten. Vorstandsetagen und Aufsichtsräte großer Aktiengesellschaften sind in den meisten Fällen mit sehr erfahrenen Männern (in grau) besetzt. Eine gewisse Skepsis gegenüber den neuen Trends am Markt können nicht abgestritten werden. Da wir in einer schnelllebigen Zeit leben, kann aus einem Trend jedoch innerhalb weniger Jahre eine Kursänderung werden.

Startups haben also einen gewissen Vorsprung, wenn sie den Nerv der Zeit treffen. Neue Prozesse oder Geschäftsmodelle können sehr viel schneller umgesetzt werden, da Startups schlanke Strukturen und vergleichsweise marginale Kundenbestände vorweisen.

Den großen Trumpf sollten allerdings die etablierten Versicherungsgesellschaften in der Hand halten – den direkten Zugang zum Kunden.

Durch starke Vermittlerstrukturen haben sich Versicherungsgesellschaften langfristig große Kundenbestände aufgebaut, welche durch deren Betreuer gepflegt werden. Viele der großen Versicherer haben bereits den ungedeckten Bedarf nach digitalen Versicherungsdienstleistungen erkannt. Es werden entsprechende Strategien entwickelt und langsam umgesetzt. Aufgrund der Größe dieser Unternehmen läuft der Umsetzungsprozess eben langsam und Kunden nehmen diese Änderungen nicht bewusst wahr. Dies ist auch durchaus gewünscht, da durch drastische Veränderungen niemand verschreckt werden soll. So gehen Umstellungen von physischen Polizzen auf digitale Dokumente im Onlineordner recht langsam von statten.

Was werden die großen Versicherungsgesellschaften jetzt also konkret tun? Wie wird die Zukunft aussehen? Dazu werfen wir einen Blick über den großen Teich. Auch in der Versicherungstechnologie sind die USA als Vorreiter anzusehen.

Einige Szenarien die in den Staaten schon konkrete Züge angenommen haben, führen wir in den nächsten Absätzen aus.

Ein großer Trend, welcher sich abzeichnet, sind sogenannte Telematik-Systeme für Fahrzeuge. Diese dokumentieren Fahrgewohnheiten eines KFZ-Lenkers und können bei einem Unfall entscheidende Daten liefern. So könnte ein Versicherer bei seinem Kunden nach einiger Zeit die Versicherungsprämie senken, da er Geschwindigkeitsbegrenzungen stets einhält und generell defensiv fährt. Anders herum könnten natürlich Beiträge erhöht werden, wenn sich herausstellt, dass ein Lenker Stopp-Tafeln überfährt und in der 30er Zone regelmäßig mit 50km/h unterwegs ist.

 

Auch für den Bereich der Personenversicherungen wären Aufzeichnungen des Kundenverhaltens extrem nützlich. So kann man mit Mikrochips, welche in Uhren, Kontaktlinsen oder gar unter die Haut gesetzt werden, den Lebenswandel eines Menschen dokumentieren. Jedes iPhone ist mittlerweile in der Lage die Bewegungen über den Tag aufzuzeichnen und auszuwerten. Geht man einen Schritt weiter und denkt an die Google-Lense, (Kontaktlinse von Google) könnten Versicherungsgesellschaften noch viel mehr Daten über den genauen Gesundheitszustand erfahren. So würden Blutzuckerwerte oder auch die Ernährung des Kunden den direkten Weg zum Versicherer finden. Je nach Ergebnis der Gesundheitsdaten, könnten hier auch entsprechend die Beiträge angepasst werden.

 

Ein weiterer Meilenstein für die Versicherungsindustrie wäre der Zugriff auf Daten von sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder Twitter. Durch Algorithmen, die verschiedene Posts einzelner Personen zusammenfassen und auswerten, könnte ein Versicherer erkennen, ob die User einen gesunden oder ungesunden Lebenswandel leben. Durch das Akzeptieren der AGB´s von sozialen Medien stimmt quasi jeder Nutzer solchen Szenarien zu.

Auch aus diesem Grund sollte man sich auch ganz genau überlegen, welche Daten man im Internet hinterlässt.

 

Versicherungskonzerne werden in Zukunft effizienter arbeiten können. Viele schaffen schon jetzt entsprechende Strukturen und Räume. Aufsichtsräte und Vorstandsetagen werden mit Big Data Manager und IT Business Engineers besetzt. Auch Outsourcing ist schon lange ein zentrales Thema.

Man wird funktionierende Prozesse der Startups abschauen und selbst implementieren.

 

Von den Startups selbst werden nicht alle wirtschaftlichen Erfolg haben. Einige werden jedoch bestehen und haben die Chance von einer Versicherungsgesellschaft gekauft zu werden oder selbst Fuß zu fassen.

Wir als Versicherungsagentur vor Ort lernen aus dieser Entwicklung, dass es notwendig ist sich mit den Themen der Digitalisierung zu befassen. Wir sind nicht so naiv zu glauben, dass man ohne Veränderungen die nächsten Jahrzehnte weiterhin gute Geschäfte machen könnte, nur weil es die letzten 20 Jahre so gewesen ist. Als Unternehmer muss man sich verändern und wachsen. Stillstand bedeutet Rückschritt.

Gerade diese Entwicklungen und die Generation Y, welche andere Ideale verfolgt als der Häuslebauer aus den 60er Jahren, verlangen nach Aktionen und modernen Maßnahmen. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen könnten jetzt Gefahr laufen, entscheidende Entwicklungen zu verpassen.

Aus unserer Sicht ist es daher wichtig, sich den Anforderungen der Zeit bewusst zu sein und dementsprechend neue Wege einzuschlagen. Es ist auch eine weitere Gelegenheit sich kreativ auszutoben und sein eigenes Unternehmen  weiterzuentwickeln. Dabei darf man seine Wurzeln und Kernwerte nur nicht außer Acht lassen.

Mit unserer Website fassen wir jetzt Fuß in der digitalen Welt. Einige Social Media Kanäle werden wir in Zukunft regelmäßig mit Content versorgen. Wir haben uns auch schon Gedanken gemacht, welche Services wir unseren Kunden über unsere Website anbieten wollen. Ideen haben wir genug. Wir sind gerade dabei, diese technisch umzusetzen und halten euch dabei auf dem Laufenden. Unser Anspruch ist es, auch ein rundes Online-Erlebnis bieten zu können. Wir wollen euch mit nützlichem Mehrwert auf unserer Website versorgen. Wir wollen begeistern. Wir wollen euer Feedback. Da wir noch in unseren Kinderschuhen stecken, was digitale Medien betrifft, brauchen wir eure Unterstützung. Was erwartet ihr euch? Was gefällt euch? Ist es dieser Blog oder doch eher ein Podcast. Würden euch kurze Erklärungsvideos zu Versicherungsthemen weiterhelfen?

Nichts ist wertvoller als das Feedback von Kunden und denen, die es werden wollen. Scheut euch nicht, uns Anregungen in den Kommentaren zu hinterlassen. Spart auch nicht mit Kritik. Teilt diesen Blog und lasst eure Freunde wissen, welche Wege das Versicherungsbüro Aufinger in Zukunft gehen wird.

2016-11-22T14:47:03+00:0030. September 2016|Digitalisierung|0 Comments

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