Vorsorge im Nullzinsumfeld

Macht private Vorsorge noch Sinn?

Die moderne Medizin schenkt uns zusätzliche Lebensjahre. Dies stellt uns jedoch vor einige Herausforderungen. Der demographische Wandel ist keine Fiktion. Kaum ein Risiko wird so sehr unterschätzt wie die Tatsache, dass die Bevölkerung rasant altert. Flüchtende Menschen, diverse Wahlkämpfe und Krisen aller Art dominieren die Medien.

Dass im Jahr 2030 jeder dritte Österreicher älter als sechzig sein wird, wissen nur die Wenigsten.

Dazu wird jedes Neugeborene hundert Jahre alt.

Unser Pensionssystem basiert auf einem Umlageverfahren. Das kann man sich wie ein Fass ohne Boden vorstellen. Oben kommen Beiträge aktiver Beitragszahler hinein. Unten fließen die Beiträge für Pensionsempfänger wieder ab. Man muss kein Mathegenie sein, um zu erkennen, dass sich das auf Dauer nicht ausgehen kann. De Facto geht es sich schon nicht mehr aus. Der Staat schießt jährlich Milliarden zu, um das System aufrecht zu erhalten. 2015 waren es 10,17 Milliarden an Steuergeldern.

 

Ein Blick über den Tellerrand

Schaut man sich an wie unsere Nachbarn in der Schweiz diese Thematik angehen, fallen einem direkt einige interessante Details auf. Das Pensionsmodell ist auf einem Drei-Säulen-Prinzip aufgebaut. Das kennen wir als Versicherungsexperten nur aus der Privatversicherung.

Wie sehen die drei Säulen der Schweiz nun aus?

Säule 1:

Die erste Säule ist umlagefinanziert wie in Österreich. Sie dient der Absicherung von Existenzen und Vermeidung von Armut.

Säule 2:

Säule Nummer zwei ist eine kapitalgedeckte Versicherung zur Deckung der gewohnten Lebenserhaltungskosten. Im Gegenteil zum Umlageverfahren bietet das Kapitaldeckungsverfahren die Möglichkeit, Zinsen, Gewinne und schlussendlich Vermögen zu bilden.

Säule 3:

Diese bietet individuelle, bedarfsgerechte, steuerlich begünstigte und private Vorsorge. Sie dient als Ergänzung zur ersten und zweiten Säule. Mit dieser Säule wird verhindert, alle über einen Kamm zu scheren. Sparen wird durch Steuervorteile gefördert.

 

Lösungsansätze

Seit 2008 hat sich die Zinslandschaft dramatisch verändert. Weltweit sind die Leitzinsen auf einem Tiefpunkt. In der Eurozone liegen sie aktuell bei 0,0 Prozent. Trotzdem liegt noch immer knapp die Hälfte des Geldvermögens hierzulande auf dem Sparbuch oder unter dem Kopfpolster.

Aufgrund der Tatsache, dass jedes zweite Neugeborene 100 Jahre oder älter wird, steht unserer Meinung nach die Kompetenz des finanziellen Partners im Mittelpunkt. Wem vertraue ich das Thema Vorsorge und schlussendlich mein Geld an? Hohe Lebenserwartungen bieten auch die Chance, das Mächtigste aller finanziellen Mittel mit einem gewaltigen Hebel zu nutzen. Den Zinseszins. Dafür wird jedoch eine richtige Veranlagung vorausgesetzt. Auf dem Sparbuch spielen Zinsen keine Rolle mehr. Das Sparbuch punktet mit Flexibilität. Aber wie bekommt man beides? Diese zwei Komponenten gilt es zu vereinen.

Wer im Alter finanzielle Sicherheit will, muss sein Einkommen auf mehrere starke Beine stellen. Deshalb braucht es in Österreich einen Ausbau der privaten Vorsorge zur Abdeckung des individuell unterschiedlichen Bedarfs. Über entsprechende Veranlagungsmöglichkeiten und zusätzliche Einkommensquellen im Alter, werden wir in unseren künftigen Artikeln eingehen.

2016-12-05T10:16:05+00:005. Dezember 2016|Versicherungen|0 Comments

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